وَلَآ أَنَا۠ عَابِدٌ مَّا عَبَدتُّمْ

“Und ich werde (auch) nicht dem dienen, dem ihr gedient habt,” — Bubenheim & Elyas

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Tafsire

Roher Tafsir-Text — noch keine KI-Zusammenfassung/Vergleich, direkter Quelltext
Taberî9-10. Jh.

Bezüglich dessen, was in Zukunft kommen wird: Der Erhabene sagt – Erwähnung Seiner sei erhaben – zu Seinem Propheten Muhammad, Allahs Segen und Friede auf ihm: Die Götzendiener aus seinem Volk hatten ihm, wie überliefert wird, angeboten, dass sie Allah ein Jahr lang anbeten würden, unter der Bedingung, dass der Prophet Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, ihre Götzen ein Jahr lang anbete. Da offenbarte Allah die Kenntnis Seiner Antwort darauf: {Sprich} – o Muhammad – zu diesen Götzendienern, die dich darum gebeten haben, ihre Götzen ein Jahr lang anzubeten, unter der Bedingung, dass sie deinen Herrn ein Jahr lang anbeten würden, hinsichtlich dessen, was zuvor vergangen ist.

يقول تعالى ذكره لنبيه محمد صلى الله عليه وسلم، وكان المشركون من قومه فيما ذكر عرضوا عليه أن يعبدوا الله سنة، على أن يعبد نبي الله صلى الله عليه وسلم آلهتهم سنة، فأنزل الله معرفة جوابهم في ذلك: {قل} يا محمد لهؤلاء المشركين الذين سألوك عبادة آلهتهم سنة، على أن يعبدوا إلهك سنة فيما أستقبل فيما مضى
Zemahşerî12. Jh.

Das heißt: Ich war zu keiner Zeit in der Vergangenheit ein Anbeter dessen, was ihr angebetet habt – gemeint ist: Von mir war zu keiner Zeit in der Zeit der Unwissenheit (Ǧāhilīya) die Anbetung eines Götzenbildes bekannt, wie sollte sie dann von mir im Islam erwartet werden?

أي : وما كنت قط عابدا فيما سلف ما عبدتم فيه يعني : لم تعهد مني عبادة صنم في الجاهلية ، فكيف ترجى مني في الإسلام
Fahreddin er-Râzî12-13. Jh.

Das heißt: Ich bin gegenwärtig nicht ein Anbeter dessen, was ihr anbetet, und auch ihr seid gegenwärtig nicht Anbeter dessen, was ich anbete. Zweite Sichtweise: Man kehrt die Sache um und macht den ersten Teil für die Gegenwart und den zweiten für die Zukunft geltend. Der Beweis dafür, dass die Aussage sich auf die Zukunft bezieht, ist, dass sie die Verneinung dessen darstellt, was aus unserer Aussage „ich bin Anbeter dessen, was ihr anbetet" verstanden würde – und kein Zweifel besteht, dass dies sich auf die Zukunft bezieht, mit dem Beleg, dass wenn jemand sagt „ich bin ein Töter Zaids", man daraus die Zukunft versteht. Dritte Sichtweise: Manche sagten: Jeder der beiden Ausdrücke eignet sich sowohl für die Gegenwart als auch für die Zukunft, aber wir ordnen einen davon der Gegenwart zu und den anderen der Zukunft, um Wiederholung zu vermeiden. Wenn wir sagen, dass er zunächst über die Gegenwart und dann über die Zukunft berichtet, so ist dies die (natürliche) Reihenfolge. Und wenn wir sagen, dass er zuerst über die Zukunft berichtet, so deshalb, weil dies das ist, wozu sie ihn aufgerufen hatten, und es somit das Wichtigste ist, weshalb er damit begann. Falls man einwendet: Was ist der Nutzen der Mitteilung über die Gegenwart, wo es doch bekannt war, dass er (der Prophet) das Götzenbild nicht anbetete, während andererseits die Ungläubigen in manchen Zuständen doch Gott anbeteten? Wir sagen: Was die Erzählung über sich selbst betrifft, so geschieht dies, damit der Unwissende nicht vermute, er bete die Götzen heimlich an, sei es aus Furcht vor ihnen oder aus Hoffnung auf sie – was die Erzählung über sich selbst betrifft, so geschieht dies, damit der Unwissende nicht vermute, er bete die Götzen heimlich an, sei es aus Furcht vor ihnen oder aus Hoffnung auf sie. Was aber die Verneinung ihrer Anbetung betrifft, so deshalb, weil das Tun des Ungläubigen überhaupt keine (wahre) Anbetung ist.

أي ولست في الحال بعابد معبودكم ولا أنتم في الحال بعابدين لمعبودي الوجه الثاني : أن تقلب الأمر فتجعل الأول للحال والثاني للاستقبال والدليل على أن قول : للاستقبال أنه رفع لمفهوم قولنا : أنا عابد ما عبدتم ولا شك أن هذا للاستقبال بدليل أنه لو قال : أنا قاتل زيدا فهم منه الاستقبال الوجه الثالث : قال بعضهم : كل واحد منهما يصلح للحال وللاستقبال ، ولكنا نخص أحداها بالحال ، والثاني بالاستقبال دفعا للتكرار ، فإن قلنا : إنه أخبر عن الحال ، ثم عن الاستقبال ، فهو الترتيب ، وإن قلنا : أخبر أولا عن الاستقبال ، فلأنه هو الذي دعوه إليه ، فهو الأهم فبدأ به ، فإن قيل : ما فائدة الإخبار عن الحال وكان معلوما أنه ما كان يعبد الصنم ، وأما الكفار فكانوا يعبدون الله في بعض الأحوال ؟ قلنا : أما الحكاية عن نفسه فلئلا يتوهم الجاهل أنه يعبدها سرا خوفا منها أو طمعا إليها : أما الحكاية عن نفسه فلئلا يتوهم الجاهل أنه يعبدها سرا خوفا منها أو طمعا إليها وأما نفيه عبادتهم . فلأن فعل الكافر ليس بعبادة أصلا :
İbn Kesîr14. Jh.

Und Sein Wort, der Erhabene, bedeutet: „Und ich diene nicht eurem Dienst" – das heißt, ich folge ihm nicht und richte mich nicht nach ihm, sondern ich diene Allah in der Weise, die Er liebt und mit der Er zufrieden ist. Deshalb sagte er: Er verneinte die Annahme dessen vollständig, denn die Verneinung durch einen Nominalsatz ist nachdrücklicher, so als ob er die Handlung selbst und deren Möglichkeit verneint hätte. Seine Bedeutung ist die Verneinung des Eintretens sowie die Verneinung der scharia-rechtlichen Möglichkeit ebenfalls – auch dies ist eine gute Auffassung, und Allah weiß es am besten. Der Imam Abu Abdillah asch-Schafi'i und andere haben mit diesem edlen Vers für den Futur-Fall (al-mustaqbal) argumentiert. [Die dritte Ansicht] besagt, dass dies eine reine Bekräftigung (ta'kīd) ist. [Und es gibt eine vierte Ansicht], die Abu l-'Abbas Ibn Taimiyya in einigen seiner Bücher vertreten hat, nämlich dass mit seinem Wort gemeint sei...

في المستقبل [ الثالث ] أن ذلك تاكيد محض [ وثم قول رابع ] نصره أبو العباس ابن تيمية في بعض كتبه وهو أن المراد بقوله وقوله تعالى أي ولا أعبد عبادتكم أي لا أسلكها ولا أقتدي بها وإنما اعبد الله على الوجه الذي يحبه ويرضاه ولهذا قال نفى قبوله لذلك بالكلية لأن النفي بالجملة الإسمية آكد فكأنه نفى الفعل وكونه قابلا لذلك ومعناه نفي الوقوع ونفي الإمكان الشرعي أيضا وهو قول حسن أيضا والله أعلم وقد استدل الإمام أبو عبد الله الشافعي وغيره بهذه الآية الكريمة
Beydâvî13. Jh.

„Und ich bin kein Anbeter dessen, was ihr anbetet (4). Und ihr seid keine Anbeter dessen, was ich anbete (5). Ihr habt eure Religion, und ich habe meine Religion (6).“ „Und ich bin kein Anbeter dessen, was ihr anbetet“ – das heißt in der Gegenwart oder in der Vergangenheit. „Und ihr seid keine Anbeter dessen, was ich anbete“ – das heißt, ihr habt nicht das angebetet zu irgendeiner Zeit, was ich anbete. Es ist auch möglich, dass beide Aussagen Bekräftigungen sind, auf eine noch nachdrücklichere Weise. Er sagte jedoch nicht „was ich angebetet habe“, um Übereinstimmung mit „was ihr angebetet habt“ herzustellen, denn sie waren vor der Sendung durch die Anbetung der Götzen gekennzeichnet, während er zu jener Zeit nicht durch die Anbetung Gottes gekennzeichnet war. Er sagte „mā“ (was) und nicht „man“ (wer), weil die Eigenschaft gemeint ist, als ob er sagte: „Ich bete nicht das Falsche an, und ihr betet nicht das Wahre an“ – oder auch zur Übereinstimmung [im Wortlaut]. Es wird auch gesagt, dass es sich um ein Maṣdar (Verbalnomen) handelt. Es wird auch gesagt, dass die ersten beiden [Vorkommen von „mā“] die Bedeutung von „alladhī“ (das, was) haben und die letzten beiden Maṣdar-Bedeutung haben. „Ihr habt eure Religion“ – diejenige, an der ihr festhaltet und die ihr nicht verlasst. „Und ich habe meine Religion“ – meine Religion, an der ich festhalte und die ich nicht aufgebe. Darin liegt also weder eine Erlaubnis zum Unglauben noch ein Verbot des Jihad, so dass es durch den Vers des Kampfes (āyat al-qitāl) aufgehoben würde – es sei denn, man deutet es als gegenseitiges Sich-Zurückziehen und als Anerkennung jeder der beiden Gruppen, dass die andere bei ihrer Religion bleibt. „Dīn“ wurde auch als „Abrechnung und Vergeltung“ sowie als „Anrufung und Anbetung“ gedeutet. Vom Propheten (Gott segne ihn und schenke ihm Heil) wird überliefert: „Wer die Sure al-Kāfirūn liest, hat gleichsam ein Viertel des Korans gelesen, die widerspenstigen Teufel entfernen sich von ihm, und er ist frei vom Polytheismus (Schirk).“ (110) Sure An-Nasr – medinensisch, ihre Verse sind drei Verse.

ولا أنا عابد ما عبدتم (4) ولا أنتم عابدون ما أعبد (5) لكم دينكم ولي دين (6) ولا أنا عابد ما عبدتم أي في الحال أو فيما سلف. ولا أنتم عابدون ما أعبد أي وما عبدتم في وقت ما أنا عابده، ويجوز أن يكونا تأكيدين على طريقة أبلغ وإنما لم يقل ما عبدت ليطابق ما عبدتم لأنهم كانوا موسومين قبل المبعث بعبادة الأصنام، وهو لم يكن حينئذ موسوما بعبادة الله، وإنما قال ما دون من لأن المراد الصفة كأنه قال: لا أعبد الباطل ولا تعبدون الحق أو للمطابقة. وقيل إنها مصدرية وقيل الأوليان بمعنى الذي والآخريان مصدريتان. لكم دينكم الذي أنتم عليه لا تتركونه. ولي دين ديني الذي أنا عليه لا أرفضه، فليس فيه إذن في الكفر ولا منع عن تتركونه. ولي دين ديني الذي أنا عليه لا أرفضه، فليس فيه إذن في الكفر ولا منع عن الجهاد ليكون منسوخا بآية القتال، اللهم إلا إذا فسر بالمتاركة وتقرير كل من الفريقين الآخر على دينه، وقد فسر ال دين بالحساب والجزاء والدعاء والعبادة. عن النبي صلى الله عليه وسلم «من قرأ سورة الكافرون فكأنما قرأ ربع القرآن وتباعدت عنه مردة الشياطين وبرىء من الشرك» . ## | (110) سورة النصر مدينة، وآيها ثلاث آيات